Rüttenscheid soll vielleicht ein weiteres Hochhaus bekommen

***Update***
Bevor es gleich zum vom meiner lieben Parteikollegin Estelle Fritz auf der Seite ihrer Petition dankenswerter Weise beworbenen Blogpost selbst geht, möchte ich gern ein paar Dinge kurz einordnen.

1. Dieser Blog ist mein persönlicher Blog. Ich berichte hier über meine Erfahrungen, Eindrücke und ein paar fachliche Aspekte der politischen Arbeit, die auch meinen beruflichen Hintergrund als nicht mehr ganz unerfahrene Bau-Frau wieder spiegeln.

2. Ich spreche hier weder für andere Menschen, noch für die GRÜNE Partei oder Fraktion im Rat.

3. Ich nehme manchmal Bezug auf GRÜNE Positionen, entweder lange vertretene Positionen oder Aspekte, die in unseren Wahlprogrammen o.ä. genannt werden. Dann rede ich schon mal von “uns GRÜNEN”

***Wichtig***
Leider muss ich meiner lieben Parteikollegin Estelle Fritz aber in ein paar Punkten ihrer Neuigkeit vom 21.07.2022, die wahrscheinlich so einige Leser:innen hierher geführt hat, sehr deutlich widersprechen.

Sie lesen gleich hier nicht die “…Bauperspektive des Investors…”. Die kenne ich gar nicht, sorry. Außerdem…siehe oben unter Punkt 1!

Die “…dagegen sprechen(den)…Fakten…” sind nicht alles Fakten, sondern weitgehend genauso eine Meinungsäußerung, wie die Meine. Danke Estelle, dass du uns an deiner Meinung im Zusammenhang mit meinem Blogpost teilhaben lässt, Verschiedene Sichten bereichern uns alle.

Ich würde gern die Punkte 4, 5 und 6 kurz aufgreifen.

“…absurd…” ist ein starkes Wort, das in einer Zeit, wie der heutigen sehr inflationär benutzt wird. Ich kann nachvollziehen, dass es schwer ist, manche Sachverhalte so zu reflektieren, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung möglich ist. Ich würde es mir aber trotzdem sehr wünschen. Das ist einer der Gründe, warum ich so Blogposts schreibe. Fall sich jemand also über das Level von “absurd” hinaus ernsthaft auseinandersetzen möchte, stehe ich auch für fachliche Einordnungen im Rahmen meiner Möglichkeiten zur Verfügung. Ich verweise an dieser Stelle gern auch darauf, dass wir GRÜNEN Ratsleute regelmäßig Freitags am Nachmittag Sprechstunden anbieten. Wer von uns wann dran ist, wird auf verschiedenen Kanälen bekannt gegeben.

Das Thema “Graue Energie” nehme ich gern demnächst mal in einem eigenen Post auf.

Die teilweise denkmalgeschützte ehemalige Polizeischule an der Norbertstraße war seit der Erbauung im Besitz des Landes, nicht der Stadt. Da das Land nun keine Verwendung mehr dafür hat, ist das Gebäude kürzlich verkauft worden. Dem Vernehmen nach, ist Herr Zech nicht der neue Eigentümer. Deswegen ist eine Verknüpfung der Bauabsichten des Herrn Zech mit dieser Liegenschaft vollkommen sinnlos. Selbst wenn er es wollen würde, er könnte dort nicht seine Zelte aufschlagen.

Zu Punkt 6 empfehle ich die Lektüre des Zeitungsartikels. dann wird sehr schnell deutlich werden, dass der mit dem von Herrn Zech geplanten Bauvorhaben gar nichts zu tun hat.

Und nun…für alle, die jetzt noch nicht gelangweilt aufgeben haben…folgt der eigentliche Blogpost:

Für gemischte Reaktionen hat dieser Artikel in der WAZ vom 06.07.2022 gesorgt, in dem es um die Idee geht, ein Bürohochhaus in Rüttenscheid zu errichten.

Der Artikel berichtet davon, dass der Oberbürgermeister der Stadt zusammen mit einem sehr bekannten und wohl situierten Familienunternehmer (aus einer anderen Stadt) ein Projekt vorgestellt hat, das bei machen GRÜNEN Fragen aufgeworfen hat.

Darum würde ich das Projekt gern mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Denn dieses geplante Hochhaus wurde zwar von zwei eher konservativen Herren vorgestellt, verspricht aber viele grüne Ideen zu realisieren.

Ich fange mal mit dem Grundstück an.

Der Ort, an dem das Hochhaus stehen soll, ist kein Baugrundstück. Es ist ein Parkplatz. Sehr schmal, auf der einen Seite die Böschung zum höher liegenden benachbartenWohngebiet. Auf der anderen Seite der ebenfalls höher liegende Messeparkplatz P1. Die dritte Seite ist die Alfredbrücke, mit der vierten Seite geht der Blick Richtung Grugahalle.

Eine Restfläche, die von einem Höhenversprung geprägt ist, obwohl sie eigentlich als Grugatrasse über den P2 hinweg die Verbindung von Rüttenscheid unter der Alfredbrücke hindurch zur Gruga ist. Die aktuell grade gut genug ist, beparkt zu werden, nicht viel Sinnvolles anderes ist bislang mit dieser Fläche getan worden.

Gleichzeitig beschreibt das aber eine wichtige Anforderung, an alles, was dort verändert wird. Die Fuß- und Radwegeverbindung muss erhalten bleiben, ja sie muss attraktiver werden, der Weg unter der Brücke hindurch muss breit genug und einladend werden.

Neue Verbindungen sind wünschenswert. Das Schönleinviertel, das bislang keine gute Anbindung an die Trasse und an die Grugahalle samt Eingang in die Gruga hat, könnte neu verbunden werden.

Möglich werden diese Ideen dadurch, dass der Parkplatz in der Zukunft quasi eine dritte Dimension bekommt.

Denn der Eingang zum geplanten Hochhaus soll nicht auf der Ebene der heutigen Parkfläche liegen, sondern auf der Ebene der Alfredbrücke. Und des Schönleinviertels.

Städtebaulich eine Chance und eine sehr interessante Option, Verbindungen zu schaffen, wo heute Zäsur ist.

Die Sicherung und die gute Ausgestaltung dieser Optionen ist Aufgabe des wahrscheinlich demnächst bevorstehenden Bauleitplanungsverfahrens.

Die GRÜNE Position dazu ist zustimmend.

Ein Parkplatz bekommt eine neue Nutzung, es werden dort viele Menschen Arbeitsplätze finden, es wird eine versiegelte Fläche durch eine höhere Ausnutzung optimiert. Das ist GRÜNES Programm.

Wir GRÜNEN werden dabei einen sehr scharfen Blick auf die für uns immens bedeutsamen Aspekte des Fuß- und Radweges haben. Das neue Gebäude muss so gestaltet werden, dass es eine Freude sein wird, daneben her zu gehen oder zu radeln, die neue Anbindung ins Schönleinviertel zu nutzen. Wenn wir das hinbekommen, sind allein die Untergeschosse des neuen Hochhauses schon ein positiver Beitrag für die Allgemeinheit.

Auch der Blick nach oben ist wichtig, denn das Gebäude soll vierzehn Geschosse hoch werden.

450 Arbeitsplätze sollen dort geschaffen werden. Wobei wir nicht wissen, wie viele Jobs das bedeutet, denn Arbeitsplätze werden in der heutigen Zeit ja nicht mehr als Platz für eine Person, also für einen Job gedacht.

Es kann also gut sein, dass diese 450 Arbeitsplätze deutlich mehr Menschen versorgen.

Diese Arbeitsplätze werden an einer Stelle geschaffen, die aus GÜRNER Sicht genau richtig ist, zentral gelegen, mit einer hervorragenden Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur.

Und dabei blicken wir ja vor allem auf den ÖPNV und auf Radwege. Denn in der Zukunft wollen wir, dass drei Viertel der Menschen, die dort zum Arbeiten hin gehen, eben nicht mit dem Auto fahren, sondern radeln, laufen, Bus und Bahn nutzen.

Wir gehen davon aus, dass an einer solchen Stelle Menschen tatsächlich öfter das Auto zu Hause lassen, wenn sie zur Arbeit gehen. Weil sie es können. Möglichkeiten zu schaffen ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um Veränderungen geht. Und das passiert hier.

Wie viele Parkplätze in den Untergeschossen tatsächlich geplant sind, entzieht sich unserem Wissen, denn wir kennen keine Planungsstände. Anders, als im Zeitungsartikel dargestellt, waren die Fraktionsvorstände nämlich keineswegs an der Planung des Gebäudes beteiligt. Wir können uns also mit den Lorbeeren, dass hier ein grünes Gebäude entstehen soll, nur sehr begrenzt schmücken.

Auch baufertig wird die Planung noch lange nicht sein. Es gibt ja noch gar kein Baurecht ohne den oben bereits erwähnten Bebauungsplan, der noch nicht mal beschlossen ist.

Der weitere Blick nach oben zeigt ein Gebäude für dessen Gestaltung wir uns durchaus einen planerischen Wettbewerb gewünscht hätten. Denn es wird seine Umgebung prägen. Auf der Alfredstraße in Richtung Stadt gehend wird es das Ensemble von Grugahalle, Hotel und Brücke begrenzen. In die andere Richtung wird das Gebäude erst eine Landmarke sein, um dann den Blicke auf die Grugahalle und die Messe freizugeben.

Es handelt sich also um eine nicht nur die direkte Umgebung, sondern das Stadtbild prägende Situation, die eine hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein vom Bauherrn und den planenenden Architekt:innen und Ingenieur:innen verlangt.

Guter Grund einige GRÜNE Anforderungen zu formulieren.

Denn ein Gebäude ist nicht nur die Fassade, die es umgibt. Wir freuen uns über begrünte Fassaden und Dächer, halten sie für wichtig, sogar direkt neben der Gruga.

Ein Gebäude ist aber viel mehr, es besteht aus Baustoffen, es enthält viel graue Energie.

Die graue Energie steht für den Aufwand an Energie, der erforderlich ist, die Baustoffe zu produzieren, zur Baustelle zu schaffen und sie dort einzubauen. Nach dem Bau ist das Gebäude ein Energiespeicher. Bis es am Ende seine Lebensdauer zurückgebaut wird. Dann wird ein Gebäude heutzutage weitgehend Müll.

In der Zukunft geht das nicht mehr, dass wir so verschwenderisch mit unseren Ressourcen umgehen. Weder mit den Rohstoffen, die wir benutzen, noch mit der Energie, die wir aufwenden, um aus Rohstoffen Baustoffe zu machen. Um sie oft schon nach ein paar Jahrzehnten als Sondermüll zu entsorgen, was wiederum Energie benötigt.

Wir müssen beginnen, unsere Baumaterialien wieder zu verwenden. Das bedeutet, dass wir ein neues Gebäude aus dem bauen müssen, was uns aus alten, nicht mehr gebrauchten Gebäuden zur Verfügung steht.

Das ist heutzutage leider noch sehr wenig. Denn es war lange chic, Bauelemente so zu konstruieren, dass man sie nicht einfach wieder auseinandernehmen kann. Das war natürlich billiger. Und, teilweise gegen besseres Wissen, war es der Standard beim Bauen.

Wir haben also fast keine URBAN MINES bisher. Das ist eines der Stichworte der Zukunft.

Was Bauherren heute noch in die missliche Lage bringt, viele neue Baustoffe verwenden zu müssen. Was aber wiederum die Chance eröffnet, hiermit für die Zukunft besser zu sorgen, als unsere Altvorderen für uns gesorgt haben.

Wichtig dabei ist, dass so gebaut wird, dass alle Materialien trennbar miteinander verbunden werden. Zusätzlich können alle Materialien registriert werden. Das ist digital leicht möglich.

Planungsrechtlich ist es nicht möglich, solche Punkte zu regeln, hier hilft nur eine vertragliche Regelung oder der Wille des Bauherrn so zu bauen.

Außer der grauen Energie, die, richtig eingesetzt und geplant, erst mal vor allem in der Ökobilanz und den Lebenszykluskosten des Gebäudes eine kostendämpfende Wirkung zeigt, spielt natürlich die Betreibsenergie sofort ein große Rolle.

Schon ab dem ersten Tag im Leben des Gebäudes fallen Betriebskosten an. Wie die entstehen, wie das Gebäude mit Energie versorgt wird, ist deswegen sehr früh in der Planung ein wichtiger Aspekt.

Dieser Aspekt wird bei Neubauten heute schon meist sehr gut bedacht und durchdacht.

Das scheint auch Herr Zech seinen planenden Ingenieurinnen auf den Weg gegeben zu haben. Sie planen ein Blockheizkraftwerk, das mit erneuerbarer Energie (in diesem Fall Biogas aus eigener Produktion im Osten Deutschlands auf einer der ehemaligen LPG-Agrarwüsten-Flächen) betrieben wird und das bei Bedarf auch mehr, als dieses eine Gebäude mit Energie versorgen kann.

Die Alternative an dieser Stelle in der Stadt wäre Fernwärme. Die heute alles andere, als nachhaltig produziert wird, aber eines der größten Projekte der Stadt in Sachen Nachhaltigkeit ist.

Es wäre sehr wichtig, einen Plan dafür zu haben, wie die Essener Fernwärme grün wird. Darum müssen wir uns gut überlegen, ob wir Herrn Zech und sein Gebäude brauchen, um Schultern zu haben, die die Grünwerdung der Fernwärme mittragen, oder ob wir es besser finden, dass durch Vermeidung des Anschlusses an die Fernwärme jetzt schon CO2 gespart wird.

Das ist ein komplexe Frage, die mit dem Bauprojekt an sich nichts zu tun hat, aber die für unsere Position und das, was wir für die Stadt Essen wollen, sehr wichtig ist.

Der Rest der Energieversorgung ist schon fast Standard. Photovoltaik, Ökostrom, Wärmepumpen, alles geplant, wenn man Herrn Zech zuhört.

Also, alles in allem ein sehr GRÜNES Projekt.

Es ist etwas ungewohnt für uns GRÜNE, dass coole Ideen heutzutage von den Investoren kommen, die wir so lange argwöhnisch beäugt haben. Aber es ist Fakt, solche Projekte kommen uns zu Augen. Wir sehen immer noch Verbesserungspotential, aber wir können und müssen nicht laut nein sagen.

Denn endlich sehen wir sowas wie den Anfang der Bauwende, die wir so lange gefordert haben, für die GRÜNE gekämpft haben.

Jetzt heißt es, das zu begrüßen, zu bestärken, und zu verstärken.

6 Kommentare

  1. Danke für deine ausführlichen Erläuterungen! Das macht es mir wesentlich nachvollziehbarer. – Dass man der Funke-Medien-Berichterstattung nicht über den Weg trauen kann, das wissen wir „Fahrrad-Lobbyist*innen“ ja aus leidvoller Erfahrung.

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  2. Ich frage mich, wieso in Zeiten von Telearbeit und Homeoffice ein weiterer Schuhkarton notwendig ist, welcher der Umgebung nicht zuträglich ist. Trotz einiger grüner Anstriche wird die CO2-Bilanz negativ sein und ein weiteres Gebäude trägt zur Erwärmung der Stadt Essen bei.

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    1. Die Welt ist nicht schwarz und weiß. Das bedeutet, dass auch in den angesprochenen Zeiten von Telearbeit und Homeoffice diese nur für einen Teil der Arbeitszeit gewährt oder in Anspruch genommen wird. Ich kenne keine belastbaren Zahlen, aber realistisch wird nicht mehr als maximal 30% aller Bürotätigkeit dauerhaft im Homeoffice geleistet werden. Das bedeutet, dass ein Arbeitgeber immer noch für etwa drei Viertel der Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz vor Ort bereitstellen muss.
      Das Gebäude würde ich jetzt nicht als Schuhkarton bezeichnen. Für Bürogebäude hat der rechte Winkel und ein an Raumgrößen orientiertes Raster enorme Vorteile in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und die Standardisierung. Über die konkrete Gestaltung von Fassaden wissen wir bisher nichts, ausser der in der Zeitung dargestellten Pläne.

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  3. Das die Welt nicht schwarz und weiß ist, ist mir durchaus bewusst. Ich frage mich allerdings, warum eine negative CO2-Bilanz billigend in Kauf genommen wird, wenn in Essen ca. 200.000 qm Bürofläche leer stehen. Sinnvoll wäre es meines Erachtens die vorhandene Substanz zu nutzen und somit „graue Energie“ einzusparen. Da nützen auch ein paar Solarzellen auf dem Dach und ein Blockheizkraftwerk im Keller recht wenig, um ein grünes Gewissen zu erzeugen.
    Auch diese Komponenten müssen erst produziert werden…

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    1. Sie stellen da zwei gute und wichtige Fragen.

      Ob ein Gebäude tatsächlich CO2 neutral ist, kann heute schwer gesagt werden. Es gibt inzwischen Baustoffe, die in ihrer Herstellungskette CO2 arm hergestellt werden. Da ist die Industrie derzeit in einem gewaltigen Transformationsprozess. Getrieben auch davon, dass Ökobilanzen für Gebäude immer mehr Bedeutung gewinnen. Da sind Förderanforderungen und Zertifizierungssysteme ein wichtiges Element.

      Schwieriger ist die Frage von Nutzung vorhandener Bausubstanz anstelle von neu gebauten Gebäuden.
      Das ist vielschichtig.
      Natürlich, und dafür stehen wir Grünen zu 100% ein, muss es in der heutigen Zeit ein Ziel sein, so viele Gebäude weiter zu nutzen, wie möglich.
      Allein, unsere Möglichkeiten, das zu befördern, sind nicht unendlich. Auch nicht, als Gestaltungsmehrheit im Stadtrat.
      Denn nur ein kleiner Teil der angesprochenen Bausubstanz gehört tatsächlich der Stadt. Über alles, was sich in Privathand befindet, haben wir wir keine Verfügungsgewalt. Da können wir nur unterstützend wirken.

      Da können Sie als Bürger:innen uns aber sehr gut den Rücken stärken. Fordern Sie mit ihren Mitteln private Bauherren und Immobilienbesitzer:innen auf, sich Ihrer Verantwortung für die gebaute Umgebung und die Stadtgesellschaft zu stellen und ihren Beitrag zu leisten.
      Fordern Sie nicht immer nur mit viel Misstrauen, dass Verwaltung und Politik tätig werden sollen. Ohne Mitwirkung der Investore:innen nd Bauherr:innen sind unsere Schwerter manchmal einfach zu stumpf.

      Bei all dem bleibt es aber dabei, dass das Grundstück, das Herr Zech sich ausgesucht hat, echt gutes Potential für seine Absichten birgt, ein nachhaltiges Gebäude zu errichten.

      Wie nachhaltig es am Ende tatsächlich sein wird, wissen wir heute nicht. In drei bis fünf Jahren, wenn das Haus dann möglicherweise tatsächlich dort steht, wird das, was wir heute für möglich halten, wahrscheinlich schon wieder Schnee von gestern sein. Und für die 100 Jahre, die das Haus dann vermutlich dort stehen wird, ist der Betrieb das entscheidende Element. Der muss CO2-neutral oder sogar -positiv möglich sein. Gebäude müssen mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Dann hat Essen eine Chance, klimaneutral zu werden.

      Und das wiederum kann ein guter Grund für einen Neubau sein. Denn ein Gebäude, das nicht im Betrieb zukunftsfähig ist, ist heute ein schlechtes Gebäude, selbst, wenn vorhandene Substanz erhalten wurde.

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